Tierfrei mit Hanf und Co

Wer sich tierfrei warm halten möchte, sollte sämtliche Wollarten, also Angora, Kaschmir, Alpaka, Kamelhaar sowie Mohair in Pullovern und Strickjacken meiden. Bei sogenannter Vegetarier-Wolle kommt die Wolle von Schafen, die eines natürlichen Todes gestorben sind. Vegane Wolle muss hingegen komplett tierfrei sind – sie kann also aus Baumwolle, Bambus, Hanf, Leinen und Flachs, Lyocell und Tencel, Modal, oder Viskose bestehen. Überraschender hingegen könnte Brennessel-, Maisfaser-, SeaCell-(Algen und Zellulose) oder Kapokwolle sein. Letztere wird aus dem in den Tropen wachsendem Kapokbaum gewonnen.

Leider wird vor allem bei billigen Produkten immer noch zu oft Polyester und Acryl verarbeitet, das zudem nicht sonderlich hochwertig ist. Einige Veganer greifen deshalb lieber auf Second Hand-Wolle zurück – so wird die Wollindustrie nicht unterstützt, es müssen keine neuen Tier sterben und die Wollpullover finden ein zweites Leben.

Bei Jacken sind für Veganer neben Wolle und Leder, auch Daunen und Pelz verboten. Wie du Kunstpelz von echtem Pelz unterscheiden kannst, siehst du in diesem Tutorial. Um tierische Produkte zu meiden, können Jacken und Mantel zum Beispiel aus Baumwolle, Nylon oder Polyester (Achtung: Plastik!) sein. Alternativen für Daunen sind Kapok, Lyocell, PrimaLoft, Thermolite oder synthetische Thermostoffe wie beispielsweise Thinsulate. Wenn du dir nicht sicher bist, mit was deine Jacke gefüttert ist, solltest du immer beim Hersteller nachfragen.