Verbot von Wildtieren im Zirkus

Bundesrat lässt Verbot von Wildtieren im Zirkus scheitern. Die Vorlage von Bundesagrarministerin Julia Klöckner ging den Ländern nicht weit genug. Bereits dreimal hat der Bundesrat ein Verbot von Wildtieren in reisenden Zirkussen gefordert – nun hat er eine entsprechende Vorlage scheitern lassen. Die Verordnung von Bundesagrarministerin Julia Klöckner bekam im Bundesrat am Freitag nicht die nötige Mehrheit.

Vorlage kommt zu spät

Der Bundesrat hatte 2003, 2011 und 2016 gefordert, ein Haltungsverbot für bestimmte Zirkustiere zu erwirken, betonte der Ausschuss in seiner Empfehlung.

Juli 2020

Im Bundesrat bekam die Verordnung von Bundesagrarministerin Julia Klöckner am Freitag nicht die nötige Mehrheit. Klöckner kritisierte den Bundesrat, eine große Chance vertan zu haben. «Diese große Chance hat der Bundesrat vertan», so Klöckner.

«Völlig vermurkster Verordnungsentwurf»

Aus Sicht der Tierschützer waren die Pläne völlig unzureichend, um den Schutz von Wildtieren in Zirkussen sicherzustellen. Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, sprach von einem «völlig vermurksten Verordnungsentwurf». Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten erklärte ebenso wie der Deutsche Tierschutzbund, dass die Ablehnung aus Tierschutzsicht völlig richtig sei. Klöckners Pläne seien „ein zahnloser Tiger“ gewesen, es sei gut, dass die Haltung von Wildtieren in Zirkussen dadurch nicht legitimiert worden sei.