Vorher prüfen ob es ausreichend (regionalen) Absatz gibt

Ob sich der Anbau für Landwirte am Ende wirklich rechnet, steht auf einem anderen Blatt. Dazu müssen sich interessierten Landwirte mit den regionalen Absatzmöglichkeiten auseinandersetzen. Der Absatz der Hanfsamen zur Gewinnung von ökologischem Hanföl ist aber offenbar kein Problem, sind die Spezialisten vom Ökolandportal überzeugt. Offenbar gibt es regionale kleine Ölmühlen die die Ware gerne abnehmen.

Auf der anderen Seite wächst die Nachfrage Hanfsamen und Hanföl stetig – insbesondere aus dem Ökobereich. Wegen der relativ hohen Transportkosten ist die Fasergewinnung dagegen nur dann lohnenswert, wenn es Abnehmer in unmittelbarer Nähe gibt.

Die neue Ampelregierung hat  indessen vor „die kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genuss-Zwecken“. Für den Anbau zu Genuss- oder medizinischen Zwecken ist jedoch in der Regel der  Indoor-Anbau nötig. Der Grund: Nur so lassen sich die Pflanzen ausreichend kontrollieren und das Wachstum besser steuern.

Solche Pflanzen werden zudem zwischen 12 und 24 Stunden pro Tag beleuchtet und Temperatur und Luftfeuchtigkeit müssen konstant bleiben, zeigt eine aktuelle Studie in der Zeitschrift Nature, die dabei auf die negative Klimabilanz des Indoor-Hanfanbaus hinweist. Pro Kilogramm Hanf werden im Indoor-Anbau zwischen 2,2 und 5,2 Tonnen CO2-Äquivalente ausgestoßen. Ein Jahr Autofahren stößt etwa zwei Tonnen CO2 aus.

Eine andere Studie aus dem Jahr 2012 kommt zu einem ganz ähnlichen Ergebnis. Sie berechnete 4 Tonnen CO2 pro Kilogramm Cannabis.