THC, der Wirkstoff von Cannabis, wird im Körper schnell verstoffwechselt und ist im Blut nur einige Stunden nachweisbar. Das Endprodukt, THC-Carbonsäure, kann besonders bei häufigem Konsum noch Wochen nach dem letzten Konsum nachgewiesen werden. Dass der Cannabis-Nachweis noch so lange nach dem eigentlichen Konsum erfolgen kann liegt daran, dass Cannabis bzw. sein Abbauprodukt lipophil (fettlöslich) ist und sich im Fettgewebe anlagert. Aus diesem wird Cannabis nur langsam abgebaut. Bei Abmagerungskuren kann es daher durch den Abbau von Körperfett unter Umständen noch Monate später nachgewiesen werden.

Die Dauer der Nachweisbarkeit hängt von vielen Faktoren ab:

  • der Menge an Cannabis, die konsumiert wurde
  • der Häufigkeit des Konsums
  • dem zeitlichen Abstand zwischen Konsum und Drogentest
  • den Nachweisgrenzen des Testverfahrens
  • der individuellen Verstoffwechselung im Körper (Abbau der Drogen kann unterschiedlich schnell sein)
  • der allgemeinen körperlichen Verfassung

Ein Cannabis-Nachweis kann somit bei einer Verkehrskontrollen (Urintest) positiv verlaufen, obwohl der Konsum schon Wochen zurückliegt, was entsprechend juristische Probleme nach sich ziehen kann.

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