Wozu sind Pferde da ?

Pferde und Menschen leben seit Urzeiten nebeneinander. Seit vielen Jahrtausenden sind Menschen und Pferd voneinander abhängig, teilen ihr Leben und beeinflussen sich gegenseitig. Solange Pferde als Nahrung gejagt oder halbwild gehalten wurden, hat man sie vermutlich behandelt wie Schafe, Rinder oder Ziegen. Durch ihre Größe, ihre Stärke und ihre wilde Natur beeindruckten Pferde die Menschen früherer Zeiten.

In Nordeuropa wurden in «heiligen Hainen» heilige weiße Pferde gehalten. Schon in dieser Zeit sind Pferde also vermutlich geritten worden. Pferde ermöglichten dem Menschen zum ersten Mal in seiner Geschichte, weiter und schneller zu reisen, als die eigenen Füße trugen. Im Laufe der Zeit lernte man die Kraft der Pferde gezielt einzusetzen.

Mit dem Pferd konnte man Waren transportieren, den Acker bestellen und weite Strecken zurücklegen. Manche Pferde begleiteten eine Familie jahrelang. Als Fortbewegungsmittel und Kriegstier taten Pferde über Jahrtausende ihren Dienst. Ungezählte Pferde ließen in unzähligen Kriegen ihr Leben.

Die Römer nutzten Pferde für Wagenrennen und Schaukämpfe. In der Landwirtschaft wurden Pferde zur Arbeit eingesetzt. Erst für die Ritter in ihren schweren Rüstungen des Mittelalters waren größere, schwere Pferde notwendig. Besondere Ereignisse und Feste wurden durch Ritterspiele zu Pferd zum sportlichen und gesellschaftlichen Spektakel.

Nur ein Pferd, dass sich willenlos seinem Reiter unterwirft, konnte in den Kampf geritten werden. Für die Reisewagen brauchte man willige Pferde von einheitlicher Größe, die vor jedem Wagen gehen und von jedem Kutscher gelenkt werden konnten. Ärmere Leute hatten Ochsen , Ziegen oder Esel, Wohlhabende konnten sich ein Pferd leisten. Pferde waren zum Statussymbol geworden.

Auch in großen Städten wurden Pferde gehalten. Siedler zogen zunächst mit Pferd und Wagen in ihre neue Heimat, bis das Eisenbahnnetz ausgebaut war. Jahrhunderts wurden noch zahlreiche Pferde eingesetzt. In den 1960er Jahren sah es schließlich so aus, als hätten die Pferde ausgedient.

Man befürchtete sogar, dass die Pferde aussterben könnten. In abgelegenen Regionen Europas waren fast keine Esel oder Pferde mehr zu bekommen. Für die Pferde heißt das, sie entstammen unplanmäßiger Vermehrung und Vermarktung und sind oft mit schwerwiegenden Krankheiten oder schweren Verhaltensstörungen behaftet. Die lange Verbindung des Menschen mit dem Pferd war jedoch auch in den Industrieländern viel tragfähiger als in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs zunächst gedacht.

Als Arbeitstiere verschwanden die Pferde weitgehend, als Freizeitpferde überlebten sie in einer nie geahnten Vielfalt. Immer mehr Menschen entdeckten das Pferd als Freizeitpartner. Aus Island kamen kleine Pferde, die weniger Angst einflößten und ruhiger waren als große Warmblüter. Aus Südamerika wurden Pferde mit besonderes bequemen Gangarten importiert.

Mit der neuen Verwendung der Pferde änderte sich auch die Anforderung an die Tiere. In der Landwirtschaft muss ein Pferd genügsam, freundlich und ruhig sein. Standardsättel, die ein Leben lang halten und auf jedem Pferd benutzt werden, passen nicht auf die sehr unterschiedlichen Rücken der Freizeitpferde. Einige Neuerungen und Ausrüstungs-Vorschriften dienen jedoch der Sicherheit von Pferd und Reiter.

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