Rechte Folienkartoffeln wegbassen Dezentral und laut: Reclaim Club Culture und andere linke Initiativen rufen für das Wochenende zum Protest gegen die sogenannten Hygiene-Demos auf.

Gegen die auch für dieses Wochenende wieder zu erwartenden verschwörungsideologischen Proteste vom Rosa-Luxemburg- und Alexanderplatz wird es eine Vielzahl von Gegenkundgebungen geben. Neben dem Berliner Bündnis gegen Rechts hat für Samstag auch die linke Clubszene zum antifaschistischen Protest aufgerufen. Motto von Reclaim Club Culture: „Für offene Grenzen für alle und gegen Nazis“.

Man wolle mit Blick auf die Missstände an der EU-Außengrenzen für eine solidarische Gesellschaft demonstrieren – mit Musik und getreu dem Motto: „Leave no one behind“. Eine Sprecherin der Reclaim Club Culture sagte, dass zudem die „rechten Folienkartoffeln“ der sogenannten Hygiene-Demos ein Problem seien: „Letzten Samstag hat ein Mob aus Anabolika-Nazis, Antisemit:innen und Aluhutbürger:innen versucht, den Alexanderplatz für sich zu vereinnahmen. Das lassen wir uns in Berlin nicht bieten.“

Das Bündnis ruft dazu auf, ab 14 Uhr am Alexanderplatz, aber auch dezentral überall in der Stadt spontane Kundgebungen gegen Nazis, Faschist:innen und Antisemit:innen anzumelden. Dafür solle man vor Ort Eilversammlungen bei Polizisten anmelden. „Bringt Spaß, Musik und eure Freund:innen mit. Stellt euch quer. Bildet bunte Banden – und vergesst dabei nicht, euch zu maskieren!“, heißt es bei dem Bündnis.

Derzeit sind gemäß des Infektionsschutzes nur Kundgebungen von bis zu 50 Personen mit dem erforderlichen Mindestabstand erlaubt. Vergangenes Wochenende war es bei unangemeldeten sogenannten Hygiene-Demos von einer Mischszene aus rechten, esoterischen und teilweise auch vermeintlich linken Verschwörungsideolog:innen zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Auch für dieses Wochenende kündigte die Polizei einen großen Einsatz an. Vergangenen Samstag nahm die Polizei 80 Personen am Alexanderplatz fest.

Rassismus, Antisemitismus, Verschwörungsmythen

Auch das Berliner Bündnis gegen Rechts erneuerte seine Kritik an den sogenannten Hygiene-Demos: Von Beginn an seien bei deren Veranstaltungen Personen aus verschiedenen eindeutig rechten Gruppierungen, Parteien und Organisationen anzutreffen gewesen. Die Organisator*innen hätten sich nicht konsequent von diesen distanziert.

Der Sprecher des Bündnisses sagte: „Sie hätten ihre Veranstaltung absagen müssen, als klar war, dass die Versammlungen von rechts vereinnahmt wurden.“ Die Organisator*innen seien verantwortlich, dass Rassismus, Antisemitismus, Verschwörungsmythen und Positionen verschiedener rechter Ideologien re­produziert würden – „sie spielen das Spiel der Rechten mit, ob sie wollen oder nicht“.

Die Ellenbogengesellschaft

Stellen wir uns eine Welt vor, in der es vollkommene wirtschaftliche Gleichheit gibt. Egal, welche Arbeit jemand macht, Angebot und Nachfrage befinden sich stets in einem Gleichgewicht, was jedermann das gleiche Einkommen ermöglicht. In dieser Gesellschaft gibt es keine Debatten über eine Schere zwischen Arm und Reich; es braucht auch keinen Streit über Art und Umfang einer Einkommensumverteilung durch den Staat. Weil jeder den fairen Anteil seines Einsatzes erhält, hat auch jedermann die gleichen Anreize, sich anzustrengen.

Das Ende dieser egalitären Utopie kommt schnell, exakt in jenem Moment nämlich, da drei Unternehmer mit jeweils einem neuen Produkt auftauchen – nehmen wir an Steve Jobs mit einem iPad, Joanne K. Rowling mit einem „Harry-Potter“-Band und Steven Spielberg mit einem neuen Blockbuster-Film. Sogleich rennen alle Leute los und sind bereit, freiwillig hundert Euro für ein Produkt zu bezahlen. In dieser neuen Welt gibt es also viele Käufer, aber nur drei Verkäufer. Die Verkäufer werden mit einem Schlag viel reicher als der Rest der Menschheit. Aus dem Paradies der Gleichheit ist eine Gesellschaft der Ungleichheit geworden.

In unserem Beispiel entsteht die Ungleichheit durch einen freiwilligen Tausch zwischen Anbietern und Nachfragern. Wenn kein Zwang dabei im Spiel war, ist anzunehmen, dass beide, Käufer und Verkäufer, sich durch den Deal besserstellen, andernfalls hätten sie ja nicht einzuwilligen brauchen. Diese post-paradiesische Welt der Ungleichheit hat kein Gerechtigkeitsproblem. Es geht alles mit rechten Dingen zu.

Die Denker des klassischen Liberalismus lassen als einzige Form der Gleichheit, die eine gerechte Gesellschaft nötig hat, die Gleichheit ihrer Bürgerinnen und Bürger vor dem Gesetz zu. Im Übrigen müssen wir aber davon ausgehen, „that men are born unequal“ und dass es gerade diese Ungleichheit ist, die soziale Kooperation, Zivilisation und Fortschritt zur Folge hat und den Wettbewerb anspornt.

Nehmen wir ein zweites Beispiel. Stellen wir uns vor, ein kleiner Glücksvogel bringt allen Lesern dieses kleinen Aufsatzes 1.000 Euro. Das ist nichts Schlechtes, würde aber ohne Zweifel die Ungleichheit in der Welt ein klein wenig vergrößern: Die Schere öffnet sich. Natürlich. Aber es entsteht Ungleichheit, unter der niemand zu leiden hat. Niemand verschlechtert seine Situation, einige verbessern sich.

Was wir bislang betrachtet haben, ist eine Welt vor dem Wohlfahrtsstaat, eine Welt, die vom Markt – freien Verträgen zwischen Akteuren – erzeugte Ungleichheiten aushält. Die meisten heutigen Gesellschaften sehen es anders. Sie wollen um der sozialen Gerechtigkeit willen Marktergebnisse korrigieren, Ungleichheit reduzieren, wenn nicht gar völlig einebnen.

Durch die Einführung der Umverteilung im Sinne des „Sozialen“ wird der Staat ein Interventionsstaat, was das Verhältnis von Staat und Gesellschaft grundlegend verändert. Der Staat als Sozialstaat maßt sich an, bei der Gestaltung von Gesellschaft im Sinne von sozialer Gerechtigkeit einen aktiven Part zu spielen, zu intervenieren. Das Mittel der Intervention ist die Umverteilung.

Der Staat greift etwa mit Gesetzen ein, die Wohltaten für bestimmte Gruppen bringen sollen. Der Staat selbst ist die große Umverteilungsmaschine; er nimmt Geld und gibt Geld. Mittel der Umverteilung sind einerseits Steuern und Abgaben, andererseits Subventionen und Sozialtransfers. Die Dimension dieser Umverteilung ist inzwischen erheblich. Ein unverheirateter Angestellter ohne Kind und mit durchschnittlichem Verdienst wird in Deutschland im Jahr 2016 mit 49,4 Prozent seines Einkommens belastet.

Während die Befürworter des Sozialstaates rasch bei der Hand sind, die vom Markt erzeugten Ungleichheiten als ungerecht und unsozial zu brandmarken, übersehen sie meist, dass die vom Staat verfügte Umverteilung ebenfalls Ungleichheit zur Folge hat. Mit den Interventionen des Staates sollen einzelne Gruppen der Gesellschaft, die als besonders schutz- oder fürsorgebedürftig gelten, privilegiert werden: Das sind längst nicht nur die Armen. Es sind Familien, Kinder, Alte, Migranten, Frauen, Schwule, alle, die in unserer Opfer-Gesellschaft ein Recht auf Alimentierung geltend machen können.

Der Sozialstaat macht somit den Versuch, Einzelfallgerechtigkeit herzustellen, „ungerechte“ Ungleichheiten einzuebnen durch die Begünstigung einzelner gesellschaftlicher Gruppen. Dieser Versuch ist bereits im Ansatz zum Scheitern verurteilt. Er missachtet zugleich den rechtsstaatlichen Grundsatz, wonach die Gesetze für alle Personen und Fälle gleich gelten sollen. Denn jede Besserstellung einer bestimmten Gruppe bedeutet die Schlechterstellung einer anderen Gruppe. Der Sozialstaat diskriminiert.

Die Intervention als der Gerechtigkeit geschuldet darzustellen, ist nichts anderes als der durchschaubare Versuch, das Bedienen von Partikularinteressen zum Ausdruck einer Förderung des Gemeinwohls zu stilisieren. Hat man einmal mit dem Sozialstaat angefangen, sitzt man in der Falle. Der Sozialstaat kommt aus der Interventionsspirale nicht mehr heraus.

Der Sozialphilosoph Friedrich August von Hayek (1899–1992) nennt diesen Wohlfahrtsstaat eine „Schacherdemokratie“. Jeder kämpft so gut er kann für sich oder seine Gruppe um Begünstigungen. Damit bringt der Sozialstaat erst jene Ellenbogengesellschaft hervor, die abzuschaffen er angetreten war. Denn nirgendwo sind Ellenbogen so nützlich wie gerade beim Erringen von Privilegien.

Fleisch kaufen, auf was achtest du ?

Viele auf unserer Erde essen gerne Fleisch und scheisen auf das Wohl der Tiere. Doch an welcher Stelle, muss eine Veränderung her.

Fleischskandal Tierwohllabel – Vierstufen-Modell der Discounter

Haltungsform: Das Tierwohllabel verwenden unter anderem Lidl, Edeka und Rewe. (Quelle: ITW/Kaufland/obs)

Haltungsform: Das Tierwohllabel verwenden unter anderem Lidl, Edeka und Rewe.

Die großen Supermarktketten wie Edeka, Rewe, Aldi, Lidl, Kaufland, Netto und Penny bieten ihren Kunden eine einheitliche Kennzeichnung zur Tierhaltung auf ihren Frischfleischprodukten. Das Logo mit der Aufschrift „Haltungsform“ soll Kunden auf einen Blick informieren, wie die Schlachttiere gelebt haben – mit vier Stufen, wobei Stufe 1 rot und Stufe 4 grün ist – von den einfachsten Haltungsbedingungen bis zu Biofleisch. 

1. Die erste Stufe „Stallhaltung“ entspricht den gesetzlichen Anforderungen.
2. Fleisch, das mit der Stufe 2 – „Stallhaltung plus“ – gekennzeichnet ist, sichert Tieren unter anderem mindestens zehn Prozent mehr Platz und zusätzliches Beschäftigungsmaterial.
3. Stufe 3 namens „Außenklima“ garantiert Tieren noch mehr Platz und Frischluft-Kontakt.
4. Bei Stufe 4 („Premium“) haben sie außerdem Auslaufmöglichkeiten im Freien. Auch Biofleisch wird in diese Stufe eingeordnet.

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Versorgung von Geflüchteten zur Zeiten von Corona in Deutschland umsetzen

Berlin.Das Deutsche Institut für Menschenrechte begrüßt die Handlungsempfehlungen der EU-Kommission zur Aufnahme und Versorgung von Geflüchteten in Zeiten der Corona- Pandemie und empfiehlt ihre zügige Umsetzung in Deutschland.

In den am 16. März veröffentlichten Guidelines fordert die EU-Kommission die Mitgliedstaaten zur Einhaltung des europäischen Asylrechts auch unter den Bedingungen der Coronaovid-19-Pandemie auf und verweist dabei insbesondere auf die EU-Aufnahmerichtlinie. 

Dazu erklärt das Institut:
„In Deutschland gibt es immer noch viele größere Flüchtlingsunterkünfte, in denen auf engem Raum hunderte Menschen untergebracht sind und sich Zimmer und sanitäre Anlagen teilen. Damit sind sie einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt, da Abstands- und Hygieneregeln nur schwer eingehalten werden können. Wo immer möglich, sollten freie Kapazitäten genutzt werden, um die Menschen dezentral unterzubringen. Das gilt vor allem für Personen mit besonderen gesundheitlichen Risiken. Hierfür könnten auch derzeit leerstehende Hotels und Ferienwohnungen genutzt werden.

Einige Aufnahmeeinrichtungen in Deutschland wurden komplett unter Quarantäne gestellt. Solche Maßnahmen sind in der EU-Aufnahmerichtlinie nicht vorgesehen und sollten nach nationalem Recht nur vorgenommen werden, wenn sie zumutbar, verhältnismäßig und nicht-diskriminierend sind. Es müssen die allgemein geltenden Kriterien zur Bestimmung von Kontaktpersonen angewendet.

Viele Geflüchtete sind stark verunsichert und fühlen sich nicht ausreichend informiert. Die Menschen haben ein Recht darauf, zu jeder Zeit hinreichend und in einer für sie verständlichen Sprache über die aktuelle Situation informiert zu werden.

Insbesondere Griechenland wird die Empfehlungen der EU-Kommission hinsichtlich der Schutzvorkehrungen in den Aufnahmelagern nicht erfüllen können. Auf den griechischen Inseln leben die Menschen schon jetzt unter widrigsten hygienischen Umständen. Wenn das Virus dort ausbricht, droht eine humanitäre Katastrophe. Deutschland sollte Griechenland hier beistehen und unverzüglich eine signifikante Anzahl von Schutzsuchenden aus den Lagern aufnehmen.“

Corona Zeit heist Menschen helfen Menschen

Corona – 2020

2020 ist ein verheerendes Jahr für die Welt, Covid 19 lässt die ganze Welt den Atem anhalten. Panik, Frust, Wut und Zorn machen sich breit.

Regierungen und Länder finden zu einem Punkt zusammen.

Aber andere hingegen verteufeln Viren, Bakterien und andere Gefährliche Sachen wie das Covid 19 was Tausende wenn nicht schon Millionen an Leben gefordert hat.

Menschen helfen Menschen in Zeiten von Corona

Wohnungslose Menschen benötigen gleiche Gesundheitsversorgung und zusätzlichen Wohnraum

Berlin. Zur Situation wohnungsloser Menschen in Deutschland erklärt das Deutsche Institut für Menschenrechte:

„Angesichts der Corona-Pandemie hat sich die Situation wohnungsloser Menschen in Deutschland weiter verschärft. Sie haben keine Möglichkeit, sich in die eigenen vier Wände zurückzuziehen. Sie haben oftmals nur unzureichenden Zugang zu Duschen oder Toiletten, ihr Zugang zum Gesundheitssystem ist – oftmals bei schlechter Gesundheit – kaum gegeben. Leben sie in Notunterkünften, wohnen dort viele Menschen auf engstem Raum.

Bei allen Maßnahmen zur Verlangsamung der Pandemie muss die Situation schutzbedürftiger Personengruppen besonders in den Blick genommen werden. Das bedeutet, wie von Sozialverbänden gefordert, wohnungslosen Menschen dieselben Maßnahmen zur Gesundheitsversorgung und zum Schutz vor Ansteckung zu eröffnen und zusätzliche Wohnmöglichkeiten und Anlaufstellen für sie im öffentlichen Raum zur Verfügung zu stellen. Angesichts der neuen Restriktionen wie den Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum muss auch sichergestellt werden, dass auf der Straße in Gemeinschaft lebende Menschen nicht wegen ihres Status als Wohnungslose bestraft werden.

Jetzt ist es entscheidend, dass nicht noch mehr Menschen wohnungslos werden. Deshalb ist der von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Kündigungsschutz für Mieter zu begrüßen. Zudem sollten für den Zeitraum der Pandemie alle Zwangsräumungen ausgesetzt werden.

Das Deutsche Institut für Menschenrechte unterstützt damit den aktuellen Appell der UN-Sonderberichterstatterin zum Recht auf Wohnen, Leila Farhani. Diese hatte am 18. März zum besonderen Schutz wohnungsloser Menschen während der Corona-Pandemie aufgefordert.

Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat sich in einer Studie mit der kommunalen Unterbringung wohnungsloser Menschen in Deutschland befasst.

Ältere Menschen vor Diskriminierung schützen

Berlin. Das Deutsche Institut für Menschenrechte empfiehlt Bund und Ländern, alle Freiheitsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zeitlich eng zu begrenzen, ihre Wirksamkeit und Auswirkungen genau zu beobachten und besondere Belastungen älterer Menschen auszugleichen.

„Bisher hat die Politik einen Ansatz gewählt, der alle Gruppen der Bevölkerung betrifft. Sollten durch eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen einzelne Bevölkerungsgruppen jedoch unterschiedlich behandelt werden, beispielsweise weil Kontaktsperren für Risikogruppen wie ältere Menschen beibehalten werden, müssen solche Maßnahmen zeitlich beschränkt sein und zwingend von Maßnahmen zur Abmilderung der Folgen begleitet werden“, erklärte Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte, anlässlich der Veröffentlichung einer Stellungnahme zu den Menschenrechten Älterer im Kontext der Corona-Pandemie. Hierfür seien auch die erforderlichen Finanzmittel bereitzustellen.

Die Einschränkungen einzelner Menschenrechte, um ein anderes Recht wie aktuell das Recht auf Gesundheit zu sichern, müssen nach Ansicht des Instituts verhältnismäßig sein und ständig überprüft werden. Ebenfalls müsse die gesundheitliche und pflegerische Versorgung sichergestellt werden, um besondere Verletzlichkeiten auszugleichen.

Alle Anstrengungen zielten derzeit darauf ab, das Gesundheitssystems durch eine übergroße Anzahl beatmungsbedürftiger Personen nicht zu überfordern. Viele Menschen, gerade auch ältere, fragten sich allerdings sorgenvoll, nach welchen Kriterien über die medizinische Versorgung entschieden werde, wenn es mehr schwere Krankheitsfälle geben sollte und die Kapazitäten nicht mehr ausreichen.

„Eine Altersgrenze für die medizinische Behandlung ist grund- und menschenrechtlich verboten. Der Staat darf keine medizinische Entscheidung über die Verweigerung einer Behandlung oder gar einen Behandlungsabbruch dulden, die auf dem Kriterium des Lebensalters beruht“, betonte Rudolf. Es sei gut, dass auch der Deutsche Ethikrat dies deutlich gemacht habe.

Das Institut fordert Bundesregierung und Bundestag auf, die von zivilgesellschaftlicher Seite aufgezeigten Unklarheiten in den neuen Richtlinien der medizinischen Fachgesellschaften vor allem mit Organisationen von älteren Menschen und von Menschen mit Behinderungen und den Fachgesellschaften auszuräumen. „Es muss sichergestellt werden, dass diskriminierende Vorstellungen von alten oder behinderten Menschen auch nicht indirekt in eine Entscheidung einfließen“, erklärte Rudolf.

Die Corona-Pandemie zeige, dass der Schutz der Rechte älterer Menschen besser ausgebaut werden müsse. Spezifische menschenrechtliche Regelungen würden hier helfen. Deshalb bekräftigt das Institut seine Forderung, eine Konvention zum Schutz der Menschenrechte Älterer zu schaffen und fordert die Bundesregierung auf, sich hierfür auf internationaler Ebene einzusetzen.

Die Stellungnahme befasst sich unter anderem mit dem Recht auf Gesundheit, auch bezüglich der Triage, den Rechten in der Pflege, dem Recht auf Information, dem Recht auf soziale Teilhabe bei Kontaktbeschränkungen und dem Recht auf Schutz vor Gewalt.

Gesundheitliche Versorgung von Menschen mit Behinderungen sicherstellen

Aktuelle Stellungnahme
Berlin. Das Deutsche Institut für Menschenrechte fordert Bund, Länder und Kommunen dazu auf, besondere Gefahrenlagen für Menschen mit Behinderungen zu identifizieren sowie Maßnahmen zu treffen, die ihren Schutz und Sicherheit gewährleisten. „Restriktionen zur Eindämmung des Corona-Virus dürfen Menschen mit Behinderungen nicht diskriminieren oder besonderen Risiken aussetzen“, erklärte Beate Rudolf, Direktorin des Instituts, anlässlich der Veröffentlichung einer Stellungnahme der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention des Instituts zu den Rechten auf Leben und Gesundheit von Menschen mit Behinderungen.

Diese gesellschaftliche Gruppe umfasst neben den seh- und hörbeeinträchtigten Menschen, den körperlich, psychisch und intellektuell beeinträchtigten Menschen auch Menschen chronischen Erkrankungen und mit altersbedingten Beeinträchtigungen.

„Auch in Zeiten einer Pandemie leitet sich aus dem Recht auf Gesundheit die Pflicht des Staates ab, Gesundheitsschutz und diskriminierungsfreien Zugang zu Diensten und Einrichtungen gesundheitlicher Versorgung für alle gleichermaßen zu gewährleisten“, so Rudolf weiter. So müsse beispielsweise der Zugang zu (Corona-)Ambulanzen im Krankheitsfall oder bei Verdacht auf eine Infektion barrierefrei und bei Bedarf durch angemessene Vorkehrungen auch in Form von zusätzlicher persönlicher Assistenz sichergestellt werden. Staatliche Maßnahmen, Informationen der Gesundheitsbehörden sowie Informationen zu Versorgungs- und Unterstützungsleistungen müssten der Öffentlichkeit in Gebärdensprache und allen Arten und Formaten zur Verfügung gestellt werden, einschließlich zugänglicher digitaler Technologie, Untertiteln, Weiterleitungsdiensten, Textnachrichten, leicht lesbarer und einfacher Sprache.

„Das Recht auf Leben garantiert Menschen mit Behinderungen den gleichberechtigten Zugang zu lebensrettenden Maßnahmen. Empfehlungen und Kriterien zur Verteilung von Ressourcen für den Notfall können sinnvoll sein, müssen jedoch in Einklang mit den Menschenrechten, insbesondere dem Recht auf Leben, der Menschenwürde und dem Grundsatz der Gleichheit stehen“, so Rudolf weiter.

Das Institut problematisiert in seiner Stellungnahme die Empfehlungen der medizinischen Fachgesellschaften, soweit sie Abstufungen beim Zugang zur Intensivmedizin zulasten von Menschen mit Behinderungen vorsehen. Die Empfehlung des Ethikrats, dass die medizinischen Fachgesellschaften Regeln zur Abwägung vorgeben sollen, sei höchst kritisch zu sehen. „Ethisch hoch brisante Fragen dürfen nicht allein von den medizinischen Fachgesellschaften beantwortet werden“, betonte Rudolf. Vielmehr sei eine breite Diskussion der menschenrechtlichen Dimension erforderlich. Mit Blick auf die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention sei es geboten und förderlich, darüber mit Menschen mit Behinderungen und die sie vertretenden Organisation in Austausch zutreten. „Hier stehen Bundesregierung und Bundestag in der Verantwortung“, so Rudolf.

„Das Triage-Verfahren in der Corona-Pandemie ist für Deutschland hoffentlich ein Zukunftsszenario, das nie eintritt. Menschen mit Behinderungen haben das gleiche Recht auf Leben wie alle anderen Menschen auch. Der Umstand einer Behinderung oder langfristigen Beeinträchtigung darf bei der Beurteilung der Lebenschancen nicht dazu dienen, Menschen mit Behinderungen im praktischen Lebensschutz zurückzusetzen, sprich, ihr Leben als weniger wertvoll einzustufen“, heißt es in der Stellungnahme.

Streit über Maskenpflicht in der Moderne

Spanische Grippe – 1919

In der ersten Pandemie-Welle erließ San Francisco eine Maskenpflicht für alle. Bürger rebellierten, die Regeln wurden gelockert – zu früh: Die Spanische Grippe traf die Stadt 1919 noch wuchtiger.

Punkt zwölf Uhr mittags kam das Zeichen der Entwarnung. Sirenenheulen verkündete den Bürgern von San Francisco am 21. November 1918, dass die schlimmste Phase der Spanischen Grippe in ihrer Stadt überstanden, die Mundschutzpflicht damit aufgehoben war. Sofort zogen sich die Bürger ihre Masken vom Gesicht und ließen sie fallen. Bald waren die Gehsteige damit übersät.

Noch Sekunden vor der Sirene hatte ein Polizist einen Mann angeherrscht, seine Maske wieder aufzusetzen – er hatte sie heruntergezogen, um sich zu schnäuzen. Nun riss sich der Nicht-Mehr-Delinquent das Stück Stoff vom Gesicht, warf’s auf den Boden und landete nach einem Luftsprung mit beiden Füßen darauf. „He, Sie da!“, rief der Polizist. Dann sah er in die maskenlosen Gesichter um ihn herum und ließ den Mann gewähren.

Die Erleichterung war groß in San Francisco. 1918 hatte sich die gefährliche Spanische Grippe in Wellen ausgebreitet, weltweit starben daran bis zu 50 Millionen Menschen. Damit forderte das verheerende Virus mehr Todesopfer als der Erste Weltkrieg.

Die Stadt an der US-Westküste war im Frühling 1918 zunächst verschont geblieben. Als die Pandemie im Herbst doch ankam, ergriffen die Stadtoberen eilig Vorsichtsmaßnahmen und verhängten eine Maskenpflicht. Die Kurve neuer Infektionen flachte ab, daher wurden die Einschränkungen des öffentlichen Lebens Ende November 1918 gelockert, Schluss mit der Maskenpflicht. Der „San Francisco Chronicle“ schrieb von einer vierwöchigen „Masken-Misere“ und titelte: „San Francisco wirft im Handumdrehen freudig die Masken ab“.

„Gefährliche Faulenzer“

Auf fast gespenstische Weise erinnern die Debatten über die Coronakrise heute an den Umgang mit der Spanischen Grippe vor gut hundert Jahren. In San Francisco hatten die Bürger sich zunächst gut mit der Verordnung arrangiert. Nachdem die Zahl der Infektionen sich in nur drei Wochen rasant erhöht hatte, verpflichtete die Stadtverwaltung auf Anraten ihres leitenden Gesundheitsexperten Dr. William C. Hassler ab 18. Oktober 1918 zunächst Friseure zum Mundschutz bei der Arbeit, tags darauf auch Verkäufer, Bank- und Hotelangestellte und andere Berufe mit direktem Kundenkontakt. Am 21. Oktober empfahl die Gesundheitsbehörde allen Bürgern Masken in der Öffentlichkeit.

„Eine Maske bietet zu 99 Prozent Schutz gegen Influenza. Wer sie nicht trägt, wird krank“, erklärten Bürgermeister James Rolph und das Rote Kreuz in einem gemeinsamen Appell und warnten: „Der Mann, die Frau oder das Kind, die jetzt keine Masken tragen, sind gefährliche Faulenzer.“

Vier von fünf Bürgern trugen freiwillig einen Mundschutz, andere fanden das übertrieben oder zweifelten an den Empfehlungen. Deshalb verhängte die Stadtverwaltung am 25. Oktober eine Maskenpflicht für ganz San Francisco. Wer sich ohne Mundschutz erwischen ließ oder ihn nur von einem Ohr baumeln ließ, wurde wegen Störung der öffentlichen Sicherheit verwarnt und musste fünf Dollar Strafe zahlen. Polizisten zauderten nicht lang, Unmaskierte in eine Arrestzelle zu stecken. Zeitweise kam es täglich zu gut 100 Festnahmen.

Mancher Ordnungshüter verfiel gar in Übereifer. Ein Gesundheitsbeamter schritt ein, als ein Bürger Masken „völligen Blödsinn“ nannte und Passanten überreden wollte, sie abzulegen. Er zerrte den Mann zu einer nahen Apotheke. Der Mann widersetzte sich dem Mundschutzkauf, im Handgemenge begann der Beamte zu schießen, verwundete den Unruhestifter und zwei Unbeteiligte.

Bürgermeister ohne Maske erwischt

Selbst die Stadtoberen taugten nicht immer zum Vorbild. Weil die Zahl der Grippekranken Mitte November von über 2000 auf 600 gefallen war, lockerten sie am 16. November die Beschränkungen. Masken blieben jedoch Pflicht. Nach den Quarantänewochen strömten unterhaltungshungrige Bürger noch am selben Tag zum Boxkampf der Schwergewichtler Fred Fulton und Willie Meehan. Bürgermeister Rolph und Dr. Hassler saßen in der ersten Reihe – ohne Mundschutz. Ein Polizeifotograf schickte die Bilder dem Polizeichef. Hassler zahlte fünf Dollar Strafe und entschuldigte sich, er habe die Maske wohl beim Zigarrerauchen verschoben. Bürgermeister Rolph musste 50 Dollar berappen.

Die Maskenpflicht fiel am 21. November 1918, doch bald wirkte die Entwarnung verfrüht: Die zweite Welle der Pandemie erwischte San Francisco mit Wucht. Anfang Dezember gab es 722 Neu-Infektionen, eine Woche darauf rund 1500. Die Politik zögerte mit einer neuen Verordnung – Ladenbesitzer bangten ums Weihnachtsgeschäft, Restaurantbetreiber hatten schon unter dem ersten Shutdown gelitten.

Am 10. Januar wurden 600 neue Fälle an nur einem Tag gemeldet. Daher erklärte Bürgermeister Rolph Masken ab 17. Januar abermals zur Pflicht. Doch viele Bürger, deprimiert von der Rückkehr der Spanischen Grippe, wollten keine neuerlichen Einschränkungen. Auch örtliche Zeitungen zogen in Zweifel, ob Masken den Vormarsch der Pandemie aufhalten könnten.

„Jetzt drehe ich das Licht aus“

Rund 2000 Bürger, darunter einige Ärzte, taten sich zur „Anti-Masken-Liga“ zusammen und diskutierten bei einer Versammlung lebhaft über ein Ende der Maßnahmen. Manche wollten eine Petition an die Stadtverwaltung schicken, andere forderten die Absetzung von Dr. Hassler. Beide Lager verfielen in wildes Geschrei, bis es einem Teilnehmer zu viel wurde: „Ich habe diese Halle gemietet, und jetzt drehe ich das Licht aus.“

Schließlich forderte die Liga den Bürgermeister Rolph per Petition auf, die Verordnung aufzuheben. Sie schränke die persönliche Freiheit des Einzelnen ein, argumentierte ein Befürworter in der Stadtverwaltung; zudem sei es undemokratisch, Menschen zu Mundschutz zu zwingen, wenn sie nicht an den Nutzen glaubten. Rolph stellte sich auf die Seite seines Experten Dr. Hassler: „Glauben Sie, ich lasse mich hier lächerlich machen gegen den Wunsch von 99,5 Prozent der Ärzte, gegen die Verantwortlichen von Army und Navy?“

Ende Januar meldeten die Zeitungen endlich einen Rückgang der Krankheitsfälle um 75 Prozent. Am 25. Januar wurden nur noch 35 Neuinfektionen gemeldet, ein neues Tief. Insgesamt verzeichnete San Francisco zwischen September 1918 und Januar 1919 mehr als 50.000 Fälle der Spanischen Grippe, 3500 Bürger starben daran.

Mit der Maskenpflicht war es am 1. Februar 1919 vorbei. Der Bürgermeister hatte sie mit deutlichen Worten verteidigt: „Wir sollten unsere Aufmerksamkeit wichtigen Dingen widmen, statt uns über die kleine Unannehmlichkeit zu streiten, die das Tragen einer Maske zum Wohle der Öffentlichkeit bringt.“

Mund-Nasen-Maske selber nähen, gar nicht so einfach

Immer mehr Anleitungen zum selber nähen von Mund Nase Masken sind in Internet zu finden, doch in der Praxis sieht das doch etwas anders aus als man es auf einen YouTube Video gesehen hat.

Wir haben den versuch gewagt, und zwei der Mund Nase Masken mal Professionell von Hand nähen lassen und dabei festgestellt das es gar nicht so leicht ist.

Der richtige Stoff ist entscheident

Wir haben uns für Hanfjersey entschieden, da Hanf schon von Natur aus seine perfekten Vorteile hat, auch für Allergiker.

Mit der Mund Nasen Schutz Serie, Hanf mit Abstand das beste, kann jeder der sich solch eine Maske kauft, mit dank an der Arbeit und einen Dank an die Natur richten.

www.cannamoda.de

Der neue Maulkorb für den Menschen ist da

Auch Die BDSM Studios sind von der Corona Zeit betroffen.

Doch was tun.

Täglich treten Fake News in Leben von uns Menschen und für uns ist es nicht mal mehr einfach Wahrheit von Lüge zu unterscheiden.

Leidenschaft und Sicherheit bei BDSM

Gerade beim BDSM steht die Hygiene, Sicherheit und Vorsorge an erster stelle. Viel weniger geht es bei dem Vergnügen um Sex, eher das spüren von leichten bis harten schlägen auf den nackten Körper.

Doch die Corona Krise macht nicht nur Gastronomen und Hotellies zu schaffen.

Am schlimmsten trifft es die kleinen.

Tattoo Shop, BDSM Clubs und Shop die besonders auf Hygiene achten müssen, leiden unter den schliesungen ihrer Shops.

Maulkorbpflicht im Tattoo Shop und Co.

Ob es der Zahnarzt ist zu dem man geht und er eine Gesichtmaske trägt oder ob es ein Tattoo Studio ist wo der Tatowierer auch eine Maske tragen muss, können wir die aus Hygieneverordnungssicht das nicht verstehen warum diese Menschen darunter leiden müssen.